Die populärsten Aprilscherze 2013.

Alle Jahre wieder: Seitdem es das Internet gibt, hat die Verbreitung von Aprilscherzen massiv zugenommen. Hat man früher seine Familien und Freunde in den April geschickt, gibt es heutzutage kaum ein Online-Medium, das nicht mitmacht. Wir haben anhand der 10000-Flies-Daten geschaut, welche Aprilscherze dabei in diesem Jahr auf die größte Resonanz gestoßen sind, welche also die meisten Likes, Tweets, etc. eingesammelt haben.

Auf Platz 1 und 2 liegen dabei interessanterweise keine großen Nachrichtenmedien, sondern die Fußball-Website 11 Freunde und die offizielle Website von Werder Bremen, die behauptet hatte, dass das Unentschieden der Werderaner in Mainz im Nachhinein am grünen Tisch möglicherweise in einen Bremer Sieg umgewandelt werden könne, da das Mainzer Tor zu früh, nämlich schon um 15:29 Uhr gefallen sei. Und das sei „laut Regularien der Deutschen Fußball-Liga DFL und aufgrund des TV-Vertrags mit Sky Deutschland regelwidrig“. Offenbar hat diese Meldung Fans beider Vereine in helle Aufregung versetzt, viele sind drauf reingefallen und 7.872 Flies kamen zusammen.

11 Freunde berichtete, dass die UEFA doch noch einem Protest von Schake 04 stattgegeben hätte und das Champions-League-Spiel gegen Galatasaray für die Schalker gewertet hätte, die damit nachträglich ins Viertelfinale eingezogen wären. Auch auf diese Meldung dürften viele Fans hereingefallen sein, 10.385 Flies waren das Ergebnis. Auf dem dritten Rang folgt das VeganBlog von Peta mit der Meldung über eine Zecke, die eine Fleischallergie auslösen würde und Platz 4 geht an die seriöse tagesschau, die im Web gemeldet hatte, dass David Hasselhoff auf offizieller „diplomatische Mission“ nach Nordkorea starten werde, und zusammen mit den Scorpions ein Konzert geben werde: „Zusammen mit David werden wir den ‚Wind of Change‘ nach Nordkorea bringen“.

Hier die Übersicht über die Top-10-Aprilscherze nach 10000-Flies-Daten:

01. 11 Freunde: „Sensation in der Champions League – UEFA revidiert Entscheidung“ (10.335 Flies)
02. Werder Bremen: „Dreier am grünen Tisch? Mainz-Partie wird untersucht“ (7.872)
03. VeganBlog.de: „US-Zecke löst Fleischallergie aus: Verbreitung der Tiere in Deutschland“ (5.350)
04. tagesschau.de: „Hasselhoff will die Eiszeit in Nordkorea aufbrechen“ (4.409)
05. goal.com: „DFB sanktioniert Sky-Kommentator Marcel Reif: Fünf Bayern-Spiele-Sperre“ (3.174)
06. Queer.de: „LSVD Sachsen gründet Institut zur Heilung von Heterosexualität“ (1.501)
07. MMnews: „30% Sparer-Zwangsabgabe in Deutschland“ (1.399)
08. N24: „Zum 1. April – YouTube kündigt sein eigenes Ende an“ (1.226)
09. Piratenpartei Deutschland: „Aus der Piratenpartei wird die Pony-Partei“ (994)
10. liga3-online.de: „Zu viel Schnee! Saison wird sofort abgebrochen und verschoben“ (962)

Viele weitere Aprilscherze finden Sie in der 10000-Flies-Top-50 für den 1. April, die Sie heute nicht allzu ernst nehmen sollten.

7,5 Mio. Flies – und die Machtverhältnisse zwischen den Social Networks.

10000 FliesMit Hilfe der Daten aus 10000 Flies lassen sich nicht nur Spannende Dinge über Inhalte, Themen und Medien erfahren – auch über den Erfolg der sozialen Netzwerke sagen die Zahlen viel aus. Wir haben uns beispielsweise einmal angeschaut, wie viele Likes, Shares, Tweets und +1-Klicks über alle Quellen hinweg zusammen kommen.

Gewertet haben wir den kompletten Monat Februar. Zunächst ein paar grundsätzliche Informationen: Die Tausenden von uns erfassten Quellen haben im Februar mehr als 250.000 Beiträge veröffentlicht – und diese 250.000 Beiträge erreichten genau 7.536.554 Flies – eine stattliche Zahl.

Schaut man nun auf die drei sozialen Netzwerke, so ergeben sich große Unterschiede: 6,1 der 7,5 Mio. Flies gehen nämlich auf das Konto von Facebook, 1,2 Mio. auf das von Twitter und Google+ erreicht nur 240.000 der 7,5 Mio. Flies. In Prozentanteile umgerechnet, waren also 81,4% der Februar-Flies Likes, Shares und Kommentare bei Facebook, 15,4% waren Links innerhalb von Tweets und 3,2% Klicks auf den +1-Button von Google.

10000Flies: Marktanteile

Da wir eine große Bandbreite von Quellen mit 10000 Flies abdecken – vom kleinen Geek-Blog bis zum großen Massenmedium, von der Website der Bundesregierung bis zum Klatsch-und-Tratsch-Magazin – halten wir die Daten absolut für repräsentativ. Google+ ist laut unserer Daten im deutschsprachigen Raum also noch ein ziemlich kleines Licht im Markt der sozialen Netzwerke. Die Berichte über Abermillionen aktive Google+-Nutzer in Deutschland erscheinen daher ziemlich übertrieben. Aber: Google+ holt definitiv auf, denn die Zahlen waren vor wenigen Monaten noch viel kleiner, wie der Blick auf die vergangenen 5 Monate zeigt:

10000-Flies-Marktanteile von Oktober 2012 bis Februar 2013

Facebook
Oktober: 80,7%
November: 80,5%
Dezember: 79,4%
Januar: 80,7%
Februar: 81,4%

Twitter
Oktober: 17,4%
November: 17,6%
Dezember: 18,1%
Januar: 16,3%
Februar: 15,4%

Google+
Oktober: 1,9%
November: 1,9%
Dezember: 2,5%
Januar: 3,0%
Februar: 3,2%

Facebook hat seinen Marktanteil also weiter ausgebaut, Google+ hat seinen Wert seit November fast verdoppelt und Twitter ist derzeit der einzige Verlierer. Seit Dezember ging es dort von 18,1% deutlich auf 15,4% herab. Entweder kehren also vermehrt Nutzer Twitter den Rücken – oder aber die Nutzer sind weniger aktiv und verlinken seltener Artikel.

Wir werden diese Daten von nun an regelmäßig in diesem Blog veröffentlichen und sie analysieren.

Die Online-Leitmedien des Monats Februar.

10000 FliesAuch in diesem Monat wollen wir mit Hilfe unserer Daten auf die populärsten deutschsprachigen Online-Medien schauen. Wir haben dafür die 50 Quellen herausgesiebt, deren Inhalte im Februar bei Facebook, Twitter und Google+ für die größte Resonanz gesorgt haben, also die größte Zahl an Flies erreicht haben. So sieht sie aus, die Top 50 (in Klammern die Vormonatsplatzierungen):

01. (01) Spiegel Online (924.602 Flies)
02. (02) Bild.de (608.603)
03. (04) Süddeutsche.de (293.474)
04. (03) Die Welt (286.377)
05. (15) Der Postillon (218.269)
06. (05) Zeit Online (165.512)
07. (06) heise online (150.257)
08. (07) derStandard.at (130.362)
09. (13) tagesschau.de (126.385)
10. (12) n-tv (112.979)
11. (08) Focus Online (110.895)
12. (09) Frankfurter Allgemeine (95.466)
13. (11) N24 (93.916)
14. (18) RTL aktuell (91.147)
15. (14) stern.de (84.753)
16. (—) ARD Mediathek (68.232)
17. (23) DerWesten (63.784)
18. (26) Deutsche Wirtschafts Nachrichten (63.548)
19. (16) taz.de (61.507)
20. (19) 20 minuten Online (60.932)
21. (25) Der Tagesspiegel (57.052)
22. (22) golem.de (56.310)
23. (46) arte+7 (54.370)
24. (27) Blick.ch (53.139)
25. (17) NDR.de (50.484)
26. (—) Frankfurter Rundschau (49.316)
27. (28) Handelsblatt (45.266)
28. (24) Sport1 (43.606)
29. (—) Stuttgarter Zeitung (38.957)
30. (—) T-Online (38.609)
31. (21) mimikama (37.521)
32. (—) Hamburger Morgenpost (37.407)
33. (20) kicker Online (39.946)
34. (33) Promiflash (35.887)
35. (43) dradio.de (35.876)
36. (35) 11Freunde (35.835)
37. (31) RP Online (35.667)
38. (—) tz Online (34.989)
39. (34) Spox.com (34.564)
40. (32) Express.de (33.610)
41. (39) Tages-Anzeiger (33.473)
42. (40) SportBild.de (33.296)
43. (—) Queer.de (31.820)
44. (38) t3n (31.246)
45. (—) Visions (31.178)
46. (45) goal.com (30.920)
47. (—) Chip Online (30.794)
48. (36) Die Presse.com (29.354)
49. (37) SchlagerPlanet (28.466)
50. (30) Schlecky Silberstein (28.259)

Spiegel Online mit fast 1 Mio. Flies und Bild.de mit mehr als 600.000 sind also weiterhin die unangefochtenen Leitmedien der Facebook-Twitter-Google-Plus-Nutzer. Dahinter hat Süddeutsche.de Die Welt überholt und auf Platz 5 sprang dank starker Artikel zum Pferdefleisch-Skandal, Papst-Rücktritt, etc. das Satire-Blog Der Postillon.

Erstaunlich ist weiterhin der große Erfolg der Website Deutsche Wirtschafts Nachrichten, die auf Platz 18 liegend auch Angebote wie taz.de und den Tagesspiegel besiegt. Vor der Wirtschafts-Konkurrenz wie dem Handelsblatt liegt sie ohnehin.

Neu in der Top 50 dabei sind diesmal die ARD Mediathek (wegen der Amazon-Reportage), die Frankfurter Rundschau, die Stuttgarter Zeitung, T-Online, die Hamburger Morgenpost, tz Online, Queer.de, Visions und Chip Online. Heraus gefallen sind dafür das One-Hit-Wonder Die freie Welt, ksta.de, VeganBlog.de, transfermarkt, Hamburger Abendblatt, spieletipps, die Offizielle Website des FC Bayern München, die B.Z. und nordbayern.de.

Frei.Wild – die umstrittenste Band des Landes.

Frei.WildDie Band Frei.Wild sorgt erneut für Schlagzeilen. Seit wir mit 10000 Flies die Resonanz von Artikeln in den sozialen Netzwerken ermitteln, tauchen immer wieder Beiträge, die sich mit der Band beschäftigen, weit oben in den Charts auf. Frei.Wild macht Deutschrock mit Texten, die immer wieder rechtspopulistisch klingen. Auch wenn Frei.Wild sich vom Rechtsextremismus distanziert, bleibt bei vielen Titeln ein sehr bitterer Beigeschmack. Kritiker beschäftigen sich oft mit der Band – auch, weil sie so erfolgreich ist (die beiden neuesten Alben waren jeweils auf Platz 2 der deutschen Album-Charts), Fans verteidigen die Band leidenschaftlich.

In den aktuellen Charts finden sich zahlreiche Berichte zur Echo-Nominierung der Band. Im Übrigen in der Kategorie „Rock / Alternative National“, was bei einer Band aus Südtirol (Italien) mindestens als unglücklich zu bezeichnen ist. Jedenfalls hat die in der gleichen Kategorie nominierte Band Kraftklub angekündigt, ihre Nominierung nicht wahrnehmen zu wollen. Eine Tatsache, die einen entsprechenden Artikel des Zeit-Blogs „Störungsmelder“ bis auf Platz 3 der Charts brachte. Weitere Artikel zum Thema finden sich ebenfalls in der Top 50:

003. Störungsmelder (3.711 Flies)
010. FM4 / ORF.at (1.675)
011. Visions (1.639)
014. Festivalisten (1.457)
017. Publikative.org (1.293)
022. „ich bleibe oft lange auf, trinke viel und schäme mich für uns alle!“ (1.071)
025. Süddeutsche.de (942)
037. Spiegel Online (698)

Im Blog-Ranking finden sich auf den ersten vier Plätzen sogar drei Beiträge zum Thema, bzw. zwei, denn die Artikel aus „Störungsmelder“ und „Publikative.org“ sind identisch.

Es ist wie gesagt nicht das erste Mal, das Berichte über Frei.Wild für große Resonanz bei Facebook, Twitter und Google+ sorgen. Allein in diesem Jahr gab es zahlreiche Top-20-Beiträge. Z.B.:

– Störungsmelder: „Frei.Wild-Fans gehen auf Jennifer Rostock los“ am 30. Januar auf Platz 4 der 10000-Flies-Charts.
– Visions: „With Full Force – Statement zur Präsentationsabsage wegen Frei.Wild“ am 14. Februar auf Platz 1.
– Visions: „+++ Betrifft: With Full Force, VISIONS +++“ am 14. Februar auf Platz 6.
– Publikative.org: „Kein Jägermeister für Frei.Wild“ am 15. Februar auf Platz 11.
– Ruhrbarone: „With Full Force: Nach Visions steigt auch Jägermeister wegen Frei.Wild aus“ am 15. Februar auf Platz 17.
– Endstation Rechts.: „Frei.Wild knickt ein – With Full Force-Auftritt abgesagt“ am 16. Februar auf Platz 3.
– Laut.de: „With Full Force: Frei.Wild sagen Festivalauftritt ab“ am 16. Februar auf Platz 15.
– Publikative.org: „Frei.Wild gegen Extremismus ist wie Kräuterlikör gegen Alkoholismus“ am 17. Februar auf Platz 19.

All diese Zahlen zeigen: Keine Band erhitzt die Gemüter derzeit so sehr wie Frei.Wild.

Mehr Klarheit auf der Homepage.

10000 FliesDer eine oder andere 10000Flies.de-Besucher wird es schon bemerkt haben. Wir haben auf Hinweise und Wünsche reagiert und an einigen Ecken unsere Homepage klarer strukturiert. So ist der Hinweis auf die Filter-Möglichkeiten, mit denen eigene Charts für Blogs, nach einzelnen Netzwerken wie Twitter geordnet – oder für bestimmte Zeiträume erstellt werden können, nun noch auffälliger direkt neben der Headline „News-Charts“ zu finden. Ebenfalls direkt daneben steht nun der Hinweis auf das Archiv der täglichen Charts, der vorher in der Randspalte etwas untergegangen ist.

Auch in der Randspalte hat sich etwas getan. Neben dem Hinweis auf unsere drei RSS-Feeds, die wir für die täglichen Charts, die täglichen Charts der Blog-Einträge und unsere eigenen Blog-Einträge anbieten, finden sich oben nun nicht mehr nur der jeweils Führende der aktuellen Wochen-, Monats- und Jahres-Charts, sondern die Top 3.

Zu guter letzt haben wir auf Wunsch vieler Mobilnutzer die Top 50 in zwei Teile geteilt. Sprich: Auf der Homepage finden sich die Plätze 1 bis 25 der jeweiligen Charts, nach einem Klick auf den Button „26-50“ kommt man zu den entsprechen Rängen. Die bisherige Version mit der kompletten Top 50 hat viel Traffic verbraucht – für einige Mobilnutzer zu viel. Da wir bei unserer Website auf responsive Design setzen, statt auf eine spezielle mobile Website, ist die Zweiteilung dabei ein guter Kompromiss, wie wir finden.